Leistungsfähige IT-Netzwerke

IT-Netzwerk: Elektrikerin steht vor einem EDV-Verteiler
Installation eines EDV-Verteilers

Ein leistungsfähiges Datennetzwerk gehört zu der Grundversorgung von Unternehmen, öffentlicher Verwaltung und Schulen, ebenso wie Strom und Wasser. Es ist unverzichtbar, das dieses stabil und ausfallsicher zur Verfügung steht. Ohne dieses leistungsfähige Datennetzwerk, stehen viele davon abhängige Systeme nicht oder nur eingeschränkt zur Verfügung. Dazu können Telefonanlagen, Aufzugsnotrufe, Feueralarme, Gebäudeleittechnik, Türsprech- und Zutrittssysteme, Videosysteme, Medientechnik in Vortragsräumen, Schrankenanlagen an Zufahrtswegen, Automatiktüren und vieles mehr gehören. Natürlich dürfen wir nicht den Hauptzweck des Datennetzwerkes vergessen. Auf einem Universitätsgelände werden über das LAN / WLAN zum Beispiel problemlos über 30.000 Studenten mit einem Netzwerkzugriff versorgt.


Hier wird der Aufbau von IT-Netzwerken für Firmen und öffentliche Verwaltung und Gebäude beschrieben. Für private Wohnobjekte und kleine gewerbliche Lösungen empfehlen wir Ihnen die Homeway Multimedia Netzwerklösung.


Der konzeptionelle Aufbau des Datennetzwerkes muss sicher stellen, das Komponenten mit kürzeren Nutzungsdauern einfach gewartet oder schnell genug ausgetauscht werden können. Dies gilt für alle aktiven Komponenten (Server, Router, Switche, u.w.) mit einer durchschnittlichen Nutzungsdauer von 3-5 Jahren. Für die passive Verkabelung geht man heute von einer Nutzungsdauer zwischen 10 und 25 Jahren aus. Trotz dieser langen Nutzungsmöglichkeit muss bei der Planung der Gebäudestruktur auch hier die kontinuierliche Anpassung an den sich verändernden technischen Spezifikationen berücksichtigt werden. Verkabelungswege müssen sowohl vertikal als auch horizontal zugänglich bleiben um eine kostengünstige Nachrüstbarkeit zu ermöglichen.

Primärbereich des Datennetzwerks

In der Planungsphase für ein Datennetzwerk, ist die Festlegung des Standortes des Rechenzentrums, bzw. Serverraumes, die wichtigste. Von hier erfolgt die Primärverkabelung für das EDV-Netzwerk, das die verschiedenen Gebäude des Unternehmens oder der öffentlichen Verwaltung auf dem Grundstück miteinander verbindet. Glasfaserkabel mit 24 oder 48 Fasern findet hierbei die häufigste Verwendung. Bei älteren Gebäuden findet man zusätzlich in der Regel noch eine verkabelte Telefoninfrastruktur vor. Telefondienste werden bei der nächsten Modernisierung im Regelfall auf IP-Telefonie umgestellt. Die alte Telefoninfrastruktur wird dann meist nur noch für wenige Sonderdienste verwendet. Die Primärverkabelung der verschiedenen Gebäude wird in der Regel redundant ausgeführt, um eine möglichst hohe Ausfallsicherheit zu gewährleisten.

Sekundärbereich des Datennetzwerks

Die Primärverkabelung endet in den angebundenen Gebäuden im Geschoß-Hauptverteiler (GHVT). Bei mehrstöckigen Gebäuden befindet sich auf jedem Stockwerk ein oder mehrere Etagenverteiler. Der GHVT und die Etagenverteiler bilden den Sekundärbereich. Auch diese sind untereinander üblicherweise mit Glasfaserkabel verbunden. Die Anzahl der Fasern richtet sich nach der Nutzung der Stockwerke. Glasfaserkabel mit 12 oder 24 Fasern werden häufig genutzt. Im allgemeinen wählt man vom GHVT zu den Etagenverteilern eine sternförmige Verkabelung. Bei hohen Anforderungen an einer Ausfallsicherheit, ist jedoch eine redundante Anbindung über unterschiedliche Kabelwege sinnvoll.

Tertiärbereich des Datennetzwerks

Zum Tertiärbereich gehört die dienstneutrale strukturierte Verkabelung die in den Anschlussdosen am Arbeitsplatz endet. Obwohl auch hierfür der Einsatz von Glasfaserkabel möglich wäre, werden im Tertiärbereich derzeit üblicherweise spezielle Datenkabel aus Kupfer verwendet. Gemeinsam mit den Anschlusskomponenten stellt das die wirtschaftslichste Lösung, gemessen an den Anforderungen, dar. Da wir bei dem Installations-Datenkabel zukünftig auch die größere Nutzung von POE-Geräten erwarten, sollte bereits jetzt auf ein qualitativ hochwertiges Kabel geachtet werden, das die Spannungsübertragung zu WLAN Accesspoints, Netzwerkkameras und anderen Geräten funktionssicher gewährleistet. In dieser Hinsicht, ist ein Datenkabel aus Kupfer dem Lichtwellenleiter gegenüber (der Glasfaser) im Vorteil.

 

Bei der Auswahl von dem Datenkabel und den Anschussmodulen wird zwischen der Netzanwendungsklasse (Verkabelungsstrecke) und der Kategorie (Anschlussmodule) unterschieden. Die Netzanwendungsklassen werden nach ISO/IEC mit Buchstaben bezeichnet. Beginnend mit der Klasse D (bis 100 MHz/1 GBit) reichen diese bis zur Klasse FA (bis 1.000 MHz/10GBit, Multimedia-Anwendungen). Die Komponenten sind in Kategorien eingeteilt. Von der Kategorie 5e (bis 100 MHz/1GBit) bis Kategorie 7A (bis 1000MHz/10GBit, Multimedia-Anwendungen). 

Messgerät LanTEK III-1000

Geschirmte Datenkabel der Klasse FA und Anschlussdosen mit RJ45 Modulen der Kategorie 6A mit Übertragungsraten bis 10GBit sind hier der derzeitige Standard. 

 

Während das Datenkabel und die Anschlussmodule von den Herstellern in Ihren Prüflaboren auf Einhaltung der Spezifikation getestet werden, wird nach der Installation nochmal mit speziell dafür gefertigten Prüfgeräten die Einhaltung der Spezifikation für die Verkabelungsstecke überprüft. Für diese Überprüfung wird von uns der Kabelzertifizierer LANTEK III-1000 von Ideal Networks eingesetzt.

 

Pro Arbeitsplatz sollten mindestens 3 Anschlussports vorgesehen werden. PC und ein IP-Telefon belegen jeweils ein Anschlussport. Der dritte Anschlussport steht als Reserve zur Verfügung. Steht bereits vorher fest, das Drucker oder andere Netzwerkgeräte angeschlossen werden, sollte die Anzahl der Ports erhöht werden.

Netzwerkverteiler für Datennetzwerke

An den Übergängen der Verkabelung von Primär-, Sekundär-, und Tertiärnetz wird die Verkabelung in Netzwerkverteiler zusamengefasst. Die Verteiler sollten mit zwei unabhängigen Stromkreisen versorgt werden. Zusätzlich kann es sinnvoll sein eine unterbrechungsfreie Stromversorgung vorzusehen (USV).

 

Die Räume für die Netzwerkverteiler sollten sauber und staubfrei gehalten werden. Der Zugang sollte barrierefrei möglich sein. Diese Räume dürfen nicht als Lagerräume für Büromaterial oder anderes genutzt werden. Der Zugang ist auf notwendiges Fachpersonal zu beschränken. Dementsprechend sind die Räume verschlossen zu halten. Fenster sollten nicht vorhanden oder mit einem Sichtschutz versehen sein. Für eine ausreichende Belüftung ist zu sorgen. Die Raumtemperatur darf 26 Grad nicht übersteigen. Heizungs-, Wasser- oder Abwasserrohre sollten nicht durch diesen Raum verlegt sein um Wasserschäden vorzubeugen. Die Kennzeichnung der Räume sollte neutral als Technikraum, oder noch besser, nur mit einer Raumnummer erfolgen, um keinen Hinweis auf die vorhandene sensible IT-Technik zu geben. 

 

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