Altbausanierung der Elektroinstallation vom Fachmann

Sie haben ein älteres Haus gekauft und planen nun die Sanierung oder Modernisierung des Gebäudes? Gern unterstützen wir Sie mit folgenden Dienstleistungen im Landkreis Heilbronn und Umgebung.

 

  • Prüfung der Altinstallation
  • Bestandsaufnahme und Planung der Sanierung, Kostenaufstellung für verschiedene Sanierungskonzepte (Konventionell, Gebäudefunk, Smart-Home-Lösungen).
  • Erneuerung des Zählerkastens mit Anmeldung beim Netzbetreiber.
  • Prüfen und ergänzen von Potentialausgleich und Erdungsanlagen.
  • Installation von Unterverteiler für Sicherungen und Fehlerstromschutzschalter.
  • Montage von Brandschutzschalter für erhöhte Sicherheit.
  • Konventionelle Elektroinstallation in den Zimmern oder gehobene Smart-Home Ausstattung.
  • Erneuern der Klingelanlage mit Türsprechstellen oder Videosprechstellen.
  • Netzwerkverkabelung für Server, PC´s und WLAN-Access-Points mit qualifizierten Messprotokollen.
  • Verkabelung und Inbetriebnahme für SAT-Anlage oder BK-Anlagen.
  • Verlegen von Leerrohren und Verkabelung für Photovoltaikanlagen.

 

Zählerschrank und Stromkreisverteiler

Der alte Zählerschrank oder die alte Zählertafel müssen häufig bei einer Sanierung erneuert werden, da diese in der Regel für die Montage der neuen elektronischen Zähler nicht mehr geeignet sind. Moderne Zählerschränke werden heute mit ausreichend Platzreserve ausgestattet. Selbst wenn im Rahmen der Sanierung noch nicht gleich ein Anschluss einer Photovoltaik-Anlage benötigt wird, sollte der Platz dafür bereits vorgesehen werden. Ebenso natürlich die Leerrohre vom Zählerschrank zum Dach bzw. eventuell späteren Montageort der Photovoltaik. Aber auch falls die Planung den Einbau einer Wärmepumpe oder das Laden eines Elektrofahrzeugs vorsieht, ist dies bei dem Zählerschrank bereits zu berücksichtigen. Ein Kommunikationsfeld im Zählerschrank, das dem Netzbetreiber den Anschluss des elektronischen Zählers an das Internet ermöglicht, ist ebenso bereits heute zu verwirklichen. Für alle diese Leistungen muss der Elektroinstallateur beim Netzbetreiber eingetragen und von diesem zugelassen sein. Erkundigen Sie sich vor Vergabe von Sanierungsaufträgen an einen Elektriker, ob dieser die entsprechende Zulassung dafür besitzt.

Stromkreise

Die elektrische Energie wird mit Kabel und Leitungen im Gebäude verteilt. Damit das einzelne Kabel vor Überlastung oder Beschädigung (Kurzschluss) geschützt ist, werden in den Stromkreisverteiler die entsprechenden Schutzschalter eingebaut, die den Stromkreis in einem Fehlerfall abschalten. Gerade in den älteren Gebäuden ist man sehr sparsam mit den Stromkreisen umgegangen. Zum Teil musste man sich schon entscheiden, ob man nun den Herd oder die Waschmaschine benutzen wollte. Beides gleichzeitig ging nicht. Das ist natürlich der Zeit geschuldet, aus der die ursprüngliche Elektroinstallation stammt. Früher gab es erheblich weniger elektrische Verbraucher und auch bei weitem nicht so leistungsstarke wie heute.

 

Bei einer Sanierung sollte man sich nicht an die ursprüngliche Elektroinstallation orientieren, was die Anzahl der Steckdosen und Beleuchtungsstromkreise betrifft. Auch die Weiterverwendung von einzelnen alten Stromkabeln verbietet sich in aller Regel, trotz der sehr langen Haltbarkeit von über 20 Jahren der Kabel und Leitungen.

 

Es gilt also bei der Sanierung genügend neue Stromkreise vorzusehen. Das bedeutet auch, das die Stromkreisverteiler heute immer größer sind als in früheren Zeiten. Nicht selten übernimmt der Stromkreisverteiler heute auch die Aufgabe eine Netzwerkverkabelung mit aufzunehmen. Zu diesem Zweck werden spezielle Multimediafelder in den Stromkreisverteiler eingebaut.

 

Wieviel Stromkreise sollten nun für die Räume verlegt werden? Nun, mindestens ein Stromkreis für Steckdosen und Beleuchtung pro Raum sollte es schon sein. Es gibt keine Vorschriften über die Anzahl von Steckdosen pro Stromkreis, aber 6 bis 8 Steckdosen pro Stromkreis sind problemlos möglich. Aber aufgepasst, diese Steckdosen dienen nur für kleinere Verbraucher die kurzzeitig in Betrieb sind. Ist geplant auch eine Elektroheizung (Wandkonvektor) in den Raum zu betreiben, lautet die Empfehlung ein eigener Stromkreis pro Heizung, da diese häufig mit einem Anschlusswert von 2000W installiert werden (bis 3300W sind möglich). Dies gilt übrigens für alle Stromkreise, bei denen man schon vorher weiß, das größere Verbraucher auch zeitlich länger betrieben werden. Elektroherd, Mikrowelle, Dampfgarer, Geschirrspüler, Waschmaschine, Wäschetrockner, Warmwasserspeicher oder Durchlauferhitzer benötigen also einen eigenen Stromkreis mit einer eigenen Absicherung. Da heute auch eine Elektroladestation für das Elektrofahrzeug eingeplant werden sollte, ist natürlich auch dort ein eigener Stromkreis erforderlich. Auch hier gilt es aufmerksam zu sein. Übersteigt die Leistung für die Elektroladestation einen Schwellwert, ist dies vor der Installation bei dem Netzbetreiber anzumelden und genehmigen zu lassen. Letztendlich sind an dem Kabel des Energieversorgers in Ihrer Straße nicht nur Sie allein angeschlossen. Der Netzbetreiber benötigt diese Infos um für ein stabiles Netz sorgen zu können. Nachdem die Mindestausstattung festgelegt ist, ist es Zeit auch etwas über Komfort nachzudenken. Selbst wenn die Rolladen oder Jalousie im Moment manuell betätigt werden, wäre ein Stromanschluss am Rolladenkasten bereits jetzt sinnvoll.

Schalter und Steckdosen

Die Ausstattung mit Schalter und Steckdosen orientiert sich bei der Mindestausstattung an den funktionellen Gegebenheiten. Ganz anders beim Design, hier folgt man individuell seinem persönlichen Geschmack. Die Schalterprogramme der großen Markenhersteller bieten eine unüberschaubar große Auswahl von Farben und Formen. Viele davon sind durchaus nicht oder nur unwesentlich teurer als ein "Standard-Schalterprogramm". Die nachfolgenden Links führen Sie zu einigen etablierten Herstellern, es gibt jedoch noch viele weitere.

 

www.jung.de

www.gira.de

www.busch-jaeger.de

 

Wo sollten nun Schalter und Steckdosen eingeplant werden? Bei den Steckdosen kennt jeder folgende Situation. Dort wo man eine benötigt, ist keine. Die Notlösung, eine Mehrfachsteckdose quer durch den Raum verlegt. Und wenn diese nicht reicht, wird die nächste eingesteckt. Da wir viele Elektroprüfungen durchführen, wissen wir aus eigener Erfahrung, das sind nicht nur Stolperfallen, sondern auch die elektrische Sicherheit ist nicht mehr gewährleistet. Alle fest installierten Steckdosen werden von uns nach der Inbetriebnahme "gemessen". Dadurch wird festgestellt, ob in einem Fehlerfall der Stromkreis noch schnell genug abgeschaltet wird. Der sichere Betrieb von elektrischen Geräten an einer fest installierten Steckdose ist gegeben, wenn die elektrischen Geräte nur mit Ihrer Anschlussleitung eingesteckt werden. Es hat Sie wahrscheinlich schon mehrmals geärgert, das diese Anschlussleitung nicht übermäßig lang ist. Das ist durchaus gewollt. Denn nur wenn die maximale Leitungslänge nicht überschritten wird, ist der Stromkreis sicher. Am besten planen Sie an jedem Wandabschnitt in einem Raum eine Doppelsteckdose ein. Wissen Sie vorher, wo mehr Verbraucher (mit ihrer nicht allzu langen Anschlussleitung) eingesteckt werden sollen, sollten es natürlich mehr Steckdosen sein (z.B. Multimediacenter, Arbeitsflächen in Küchen, usw.). 

 

Natürlich benötigen Sie Steckdosen zusätzlich neben den Betten, neben Netzwerkanschlüssen oder Fernsehanschlüssen. Denken Sie an Steckdosen am Ablageplatz für Smartphone und Tablet. "Putzsteckdosen" sollten so verteilt sein, das mit Reinigungsgeräten jeder Punkt erreicht werden kann. In der Garage, am Carport, im Garten oder auf der Terrasse sollten ausreichend Steckdosen vorhanden sein. Sind diese frei zugänglich, nicht vergessen diese abschaltbar, auszuführen.

 

Die Positionierung der Schalter ist dagegen einfacher und intuitiver festzulegen. Überall wo Sie einen Bereich betreten oder verlassen können, muss ein Schalter vorgesehen sein. Durchgangs- oder Nebenräume können ohne weiteres auch nur mit einem Bewegungsmelder ausgestattet werden, der das Licht nur bei Bedarf einschaltet. Schlafzimmer, Gäste- und Kinderzimmer sollten zusätzliche Schalter erhalten.