Glasfaser anschließen und spleißen

Glasfaser wird als Installationskabel verlegt und die Kabelenden werden dann mit sogenannten Pigtails (engl. für "Schweineschwanz") verbunden. Diese Pigtails haben natürlich nichts mit einem Schweineschwanz zu tun. Vielmehr sind es kurze Glasfaserleiter die mit einem Anschlussstecker versehen sind. Spleißen oder Schweißen heißt der Vorgang die beiden Glasfasern zu verbinden. Die beiden Glasfasern müssen bei diesem Vorgang präzise aufeinander ausgerichtet werden. Mit einem kleinen Lichtbogen werden anschließend die beiden Faserenden erhitzt und miteinander verschmolzen. Hat alles so geklappt wie es sollte, entstehen Verbindungen, die das Lichtsignal nur sehr gering abschwächen. Das thermische Spleissen ist die dauerhafteste Art, um Glasfasern permanent zu verbinden. Die möglichst dämpfungsarme Verbindung von Installationskabel und Pigtail macht die Qualität aus. Passt diese, ist die Glasfaser ein Wunder der Datentechnik: Optische Signale werden per Laserdioden über feinste, hochflexible Lichtwellenleiter geschickt und ermöglichen so blitzschnelles Internet und moderne IP-Telefondienste.

 

Bis die ersten Daten fließen, sind jedoch viele einzelne Arbeitsschritte nötig.

  • Den äußeren Mantel des Glasfaserkabel öffnen und die Fasern freilegen
  • Aufbau des Spleissgerätes und Einstellung aller Parameter für das verwendete Glasfaserkabel
  • Glasfaser außen reinigen und das Coating (Schutzschicht des Faserkerns) der Glasfaser entfernen
  • Glasfaser abisolieren und Faserende schneiden
  • Glasfaser in das Spleissgerät einlegen und den Spleissvorgang starten
  • Visuelle Kontrolle der Verbindung und Berechnung der Dämpfung prüfen
  • Die Verbindungsstelle mit einem Spleißschutz versehen und Glasfaser in die Spleisbox einlegen.
  • Messtechnische Überprüfung mittels OTDR- und Dämpfungsmessung 

Für all diese Handgriffe ist viel Sorgfalt notwendig. Denn die Glasfaser ist empfindlich, schließlich ist sie tatsächlich aus brüchigem Glas – das Handling braucht Zeit und benötigt Erfahrung. Nur 5 Mikrometer haben die lichtleitenden Faserkerne im Durchmesser, da ist Präzision bei der Arbeit gefordert. Ein menschliches Haar hat dagegen einen Durchmesser bis zu 120 Mikrometern. Nach der Spleißverbindung wird die empfindliche Stelle der Glasfaser (Lichtwellenleiter) mit einem Crimpschutz umgeben und anschließend mit ausreichend Reserve in eine Spleißbox abgelegt, in der sie sicher aufgehoben ist.

 

In großen Firmen, Behörden, Krankenhäuser oder Universitäten sind in der Regel alle Gebäude mit so einer Glasfaserinfrastruktur miteinander verbunden. Die einzelnen Glasfaserkabel sind dort häufig nur einige 100 Meter oder wenige 1000 Meter lang. 

 

Je Glasfaser könnten mehrere Millionen Full-HD-Videostreams gleichzeitig übertragen werden. Kein Wunder das sich die Glasfaser in der Netzwerktechnik als Backbone-Verkabelung durchgesetzt hat. Damit sichergestellt ist, das diese Übertragungsbandbreite auch erreicht wird, ist eine hochwertige Messtechnik notwendig. Nach Abschluss aller Spleißarbeiten wird jede Verbindung sorgfältig auf ihre Messwerte geprüft und protokolliert.

 

Wir errichten Datennetzwerke aus Kupfer- und Glasfaserkabel, liefern die notwendigen Netzwerkschränke und schließen alle Kabel mit eigenem Equipment an. Sie erhalten von uns alle notwendigen aktiven Komponenten wie Router, Switche und WLAN-Accesspoints einschließlich Inbetriebnahme und laufender Betreuung. Da wir alle Leistungen aus einer Hand anbieten, können wir flexibel auf die unterschiedlichsten Terminwünsche eingehen.

 

 

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