Infrarotheizung - eine gute Alternative

Das Thema Heizen ist nicht erst seit gestern in aller Munde, denn die stetig steigenden Energiepreise stellen eine starke Belastung für den Verbraucher dar. Immerhin entfallen auf die Heizung weit über 60 Prozent der gesamten Energiekosten. Wenn Sie sparen wollen, finden Sie hier den besten und erfolgversprechendsten Ansatzpunkt.

 

Moderne Heizsysteme für moderne Immobilien leisten heute deutlich mehr als noch vor zwanzig oder dreißig Jahren. Sie arbeiten effektiver, günstiger und umweltschonender. Eine Möglichkeit, Kosten zu senken, ohne auf Komfort und Wohlbefinden im eigenen Heim zu verzichten, ist die Infrarotheizung. Bei den jährlichen Betriebskosten bewegt sie sich etwa im Mittelfeld gegenüber anderen aktuellen Systemen wie Gas- und Pelletheizung oder Direkt- und Luft-Wasserwärmepumpe. Vor allem aber ist der Anschaffungspreis erheblich niedriger, so dass eine Amortisation weitaus früher gegeben ist.

Das Funktionsprinzip von Infrarotheizungen

Infrarotheizungen unterscheiden sich von herkömmlichen Systemen vor allem dadurch, dass sie keine Luft erwärmen, sondern feste Körper. Sie heizen mit ihrer Strahlung die Wände, den Boden und den Fußboden gleichmäßig und schnell auf. Dadurch wird die Bildung von Feuchtigkeit verhindert und eine Gefahr von Schimmelbefall in den Wohnräumen auf ein Minimum reduziert. Sie können die Lufttemperatur in infrarotbeheizten Räumen ohne Komfortverlust um etwa zwei Grad senken. Das spart eine Menge an Heizkosten ein. Noch günstiger fahren Sie, wenn Sie Ihre Infrarotheizung mit einer Solaranlage betreiben, denn auch das ist möglich.

Weitere Vorteile einer Infrarotheizung

Infrarotheizungen sind wahre Multitalente. Sie arbeiten nicht nur besonders effizient, sondern sorgen durch ihre Strahlungswärme auch für ein höchst angenehmes und gesundheitsförderndes Raumklima. Durch dieses Prinzip wird im Gegensatz zu Systemen mit Konvektionswärme keine Luft umgewälzt. Staub, Bakterien und Keime werden weniger verwirbelt und verteilt. Zudem ist die Atemluft im Raum kühler als die umliegenden Wände. Beide Faktoren wirken sich günstig auf eine gesündere Atmung aus. Trockene Haut und trockene Schleimhäute gehören damit der Vergangenheit an.

 

Bedingt durch die Konstruktion, ergeben sich mit einer Infrarotheizung auch ganze neue Möglichkeiten für die Innenraumgestaltung. Die flachen Platten können an der Wand oder an der Decke angebracht werden, so dass sie kaum auffallen. Sie bestechen durch eine schlichte Eleganz und stören die Gesamtoptik eines Raumes weit weniger als normale Heizkörper. Die Oberflächen der Tafeln können aus Metall, Glas, oder Email bestehen und fügen sich harmonisch und platzsparend in jedes Ambiente ein. Sie lassen sich sogar auf Wunsch mit individuellen Motiven bedrucken und wirken dann wie ein Bild an der Wand. Auch eine Nutzung der Heizkörper als Spiegel im Bad oder an der Garderobe ist möglich.

Für welche Bereiche eignen sich Infrarotheizungen?

Infrarotsysteme kommen häufig in großen Industrie- und Gewerbehallen zum Einsatz, da normale Konvektionsheizungen dort unwirtschaftlich sind. Denn diese erwärmen lediglich die Luft, die dann aufsteigt und nutzlos unter dem Dach hängt. Im privaten Bereich eignen sie sich besonders für moderne Neubauten, die nach KfW-Vorgaben gedämmt sind.

Vor einer Anschaffung sollten Sie sich den Rat von einem Fachbetrieb für Infrarotheizungen einholen. Dieser kann Ihnen auf Grundlage Ihrer Vorgaben und des geplanten Projekts detaillierte Angaben zu den Möglichkeiten der Installation und zu den Kosten machen.